Budget-Einsparungen bei Familienleistungen
Die Interessenvertretung der NÖ Familien ist enttäuscht über Budget-Einsparungen bei Familienleistungen.
Präsidentin Adensamer erwartet als Ausgleich familienfreundliche Maßnahmen im Steuerrecht
"In politischen Reden wird die Familie immer wieder als höchstes Gut unserer Gesellschaft bezeichnet - umso mehr bin ich enttäuscht, dass beim Budget 2011 gerade die Familien durch die geplanten Sparmaßnahmen doppelt belastet werden!" hält Dipl.Päd. Erika Adensamer, Präsidentin der NÖ Familieninteressenvertretung, fest.
Die bei der Klausur der Regierungsparteien in Loipersdorf verhandelten Budgetkürzungen treffen mit rund 400 Millionen Euro weniger Leistungen für die Familien(!) diejenigen am höchsten, die als Säulen für unsere Zukunft gelten - nämlich Eltern und ihre Kinder.
Sollten diese Einsparungen wie geplant durchgezogen werden, dann erwartet Adensamer, dass parallel dazu erstens die Mittel aus dem Familienlastenausgleichsfonds nicht mehr zweckentfremdet verwendet werden, zweitens unverzüglich ein Steuerrecht erarbeitet und umgesetzt wird, in dem Familien mit Kindern nicht mehr diskrimiert werden, und drittens eine Valorisierung der Familienbeihilfe durchgeführt wird. Denn auch wenn Österreich mit seinen Transferleistungen auf dem ersten Blick im europäischen Spitzenfeld liegt, so reichen diese bei weitem nicht aus, um die Kosten für Kinder zu decken.
"Gott sei Dank gibt es noch Eltern, die gerne finanzielle Einschränkungen auf sich nehmen, weil für sie Kinder zu einem erfüllten Leben gehören. Dennoch hat der Staat eine gesetzliche und moralische Verpflichtung, gemeinsam mit den Eltern dafür zu sorgen, dass Kinder in einem finanziell gesicherten Umfeld aufwachsen können", so Adensamer abschließend.
